29. Oktober 2009. Im Vorfeld der heutigen EU-Ratssitzung zur Festlegung der europäischen Klimaposition für den UN-Klimagipfel in Kopenhagen hat der Künstler Hermann Josef Hack gestern zeitgleich in London, Dublin, Madrid, Brüssel und Berlin 1000 von ihm gefertigte Miniatur-Flüchtlingszelte aufgestellt.
Seine Klimaflüchtlingslager errichtet Hack seit drei Jahren mitten ins Herz der Städte, um so die Zusammenhänge zwischen den Opfern und Tätern herzustellen. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die aufgrund der Klimakatastrophe ihre Existenzgrundlage verloren haben, an Europas Grenzen wie feindliche Eindringlinge abgewehrt werden, statt den Grund für deren Flucht zu bekämpfen: Den von uns mit beschleunigten Klimawandel.“, so Hack gestern zu den Medien.
In Zusammenarbeit mit Oxfam International wurden auf der Millenium Bridge, welche in London die Tate Modern mit St. Paul’s Cathedral verbindet, auf der Plaza de Espana im Zentrum von Madrid, dem Albertinaplein in Brüssel, in der Innenstadt von Dublin und vor dem Brandenburger Tor in Berlin jeweils 200 Zelte platziert. Für die Passanten ein völlig neuer Blick auf ein den meisten noch fremdes Thema. „Es ist an der Zeit, alle wachzurütteln, dass wir es sind, die sofort die Katastrophe stoppen müssen. Weiter abwarten und zusehen kostet schon jetzt Millionen das Leben. Daher müssen die EU-Regierungschefs heute über ihren Schatten springen und die ärmeren Länder beim Kampf gegen den Klimawandel in ihrer Heimat wirtschaftlich unterstützen.“, fordert Hack gemeinsam mit Oxfam. Zugleich kündigt Hack an, in nächster Zeit weitere Klimaflüchtlingslager inmitten der Zentren Europas zu errichten.