



Den Künstler Hermann Josef Hack kennen viele von seinen medienwirksamen Aktionen, in denen er sich für die Schwachen und Ausgegrenzten einsetzt. So ließ er 1998 den Kanzlerkandidaten und späteren Bundeskanzler über seinen Arme-Socken-Teppich, einen Läufer aus den Strümpfen tausender Arbeitsloser, zur Wahlurne schreiten, um diesen Teppich wenig später vor dem Kanzleramt auszurollen und mehr Mitbestimmung der Betroffenen zu fordern.
Bereits 1991 gründete Hack das Global Brainstorming Project, um möglichst viele Menschen weltweit an den Lösungen mitarbeiten zu lassen, welche die globalen Veränderungen erfordern. 1992 nahm Hack am documenta IX-Projekt "Van Gogh TV - piazza virtuale" mit eigenen Fernsehsendungen teil. Damit brachte er über das weltweit erste interaktive Fernsehen, den Vorläufer des Internet, die TV-Zuschauer durch seine künstlerischen Beiträge mit Klimaforschern in Arktis und Antarktis und an weiteren exotischen Orten in unmittelbaren Kontakt.
Seit 2007 zeigt Hack die sozialen Folgen des Klimawandels am Beispiel der Millionen von Klimaflüchtlingen auf, indem er mitten ins Herz europäischer Städte Klimaflüchtlingslager im Miniaturformat errichtet. So wiesen z.B. vor dem Brandenburger Tor in Berlin oder vor der Europäischen Zentralbank Frankfurt über 500 Flüchtlingszelte auf das Schicksal derjenigen hin, welche durch den Klimawandel heimatlos geworden sind bzw. es zu werden drohen. Auch in seinen Bildern auf Zeltplane thematisiert Hack die Zusammenhänge zwischen Klima, Flucht, Migration, Macht und Kultur.
So ist es naheliegend, dass er in seiner Arbeit für die Aktion Deutschland Hilft nicht nur inhaltlich auf die zunehmende Herausforderung Bezug nimmt, sondern auch das typische Material Zeltplane verwendet. »Zeltplane ist nicht nur praktisch und wetterfest, sie steht für eine Gesellschaft im Wandel, die unterwegs ist«, so der Künstler. »Ich nenne die Arbeit "Change", weil wir vor einer großen weltweiten Veränderung stehen, wo es darum geht, ob wir Teil des Problems oder Teil der Lösung sein werden. Die von uns wohlhabenden Menschen am stärksten beeinflusste Klimakatastrophe trifft die Verwundbarsten am härtesten. Jetzt kommt es darauf an, den Klimawandel aufzuhalten, damit nicht noch mehr Menschen heimatlos werden. Vor allem aber müssen wir denen helfen, welche schon jetzt alles verloren haben. Dies ist eine kulturelle Notwendigkeit, insofern ist gerade hier die Kunst gefragt.«
Mit dem Ankauf eines von 100 signierten und nummerierten Siebdrucken auf Zeltplane zum Preis von €1250,- inkl. Mwst. erwerben Sie ein besonderes Kunstwerk und unterstützen Flüchtlinge vor Ort.
Weitere Informationen zu Aktion Deutschland Hilft e.V. finden Sie unter www.aktion-deutschland-hilft.de
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