Hermann Josef Hack

Aktuelles

Hacks Klimaflüchtlingslager kommt nach Leipzig - Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden laden ein


500 Mini-Zelte auf dem Markt in Leipzig am 16. Mai 2009


500 miniature tents in the Leipzig market place, May 16, 2009


and the camp is growing...


und das Lager wird weiter wachsen...

English: Street art intervention – World Climate Refugee Camp Leipzig Saturday, May 16, 2009 – Markt Leipzig, 10:30 a.m. – 3 p.m., Courtesy GRASSI Museum fuer Voelkerkunde zu Leipzig

On Saturday, 16 May, the German artist Hermann Josef Hack, founder of the Global Brainstorming Project, set up a climate refugee camp with more than 500 miniature tents in front of the town hall of Leipzig. This intervention, presented with the support of the GRASSI Museum fuer Voelkerkunde zu Leipzig, did attract public attention to the plight of Millions of people already suffering from climate change impacts. Since 1991, Hack works on the social effects of global change, which he considers to bet he most challenging tasks for our time. His last camp was set up in front of the Brandenburg Gate and in Alexanderplatz Berlin as part of the transmediale09 exhibition. The next camp will be placed in front of the Japanisches Palais Dresden on May 28 and in the court of the Residenzschloss Dresden on May 29, presented by the Dresden State Art Collections. You are welcome to participate.

 

Leipzig wird für einen Tag Klimaflüchtlingslager - GRASSI-Museum präsentiert Aktion des Künstlers Hermann Josef Hack mit 500 Miniatur-Flüchtlingszelten am Samstag, 16. Mai, von 10 bis 17 Uhr auf dem Markt - Eröffnung: 10:30 Uhr

„Der Klimawandel ist leider kein hochgepuschtes Medienphänomen, das uns erst in ferner Zukunft betrifft, wie viele glauben mögen, sondern schon jetzt bittere Realität für Millionen Menschen, die auf der Flucht sind,“ stellt der Künstler Hermann Josef Hack fest. So genannte Klimaflüchtlinge, die ihre Heimat verlassen müssen, weil dort nichts mehr wächst, was ihr Überleben sichert, machen sich auf den Weg. Was geht uns das an?

Mit einer Installation aus über 500 von ihm selbst gefertigten Miniaturzelten konnte der Künstler, der seit 1991 in seiner Arbeit die globalen Umweltveränderungen und ihre sozialen Auswirkungen thematisiert, die Öffentlichkeit auf die katastrophale Lage von immer mehr Menschen aufmerksam machen, die schon jetzt unter den Folgen der von den wohlhabenden Regionen verstärkten Erderwärmung leiden. Hack will sein Lager auf den exponiertesten Plätzen errichten, dort, wo diejenigen anzutreffen sind, die mit ihrem Verhalten für den Klimawandel und dessen Folgen mitverantwortlich sind. Auf Einladung des GRASSI-Museums für Völkerkunde zu Leipzig, das sich nicht nur in der Rückschau, sondern auch mit den aktuellen Auswirkungen klimatischer Veränderungen auf die Lebensumstände des Menschen befasst, hat er am Samstag, dem 16. Mai, in der Zeit von 10 bis 17 Uhr, auf dem Markt in Leipzig sein Miniatur-Camp aufgeschlagen und für einen Tag lang Leipzig zum Klimaflüchtlingslager erklärt. Tausende Passanten ließen sich von der Installation in den Bann ziehen und so für das Thema interessieren. Die ARD-Tagesschau berichtete http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video497648.html

Nach Schätzungen der Vereinten Nationen werden bis 2050 über 200 Millionen Menschen Klimaflüchtlinge sein. Schon jetzt werden sie durch Grenzzäune von Südeuropa ferngehalten. Wenn sie dennoch die Grenze überwinden, werden sie in Lagern abgefangen oder illegal als billige Arbeitssklaven ausgebeutet.

Die öffentliche Intervention lädt Passanten ein, sich Gedanken zu machen, inwieweit sie selbst am Problem oder an der Lösung beteiligt sind. „Die beste Hilfe für Klimaflüchtlinge ist, jetzt sofort den Klimawandel zu stoppen – das kann nur jeder bei sich selbst und vor Ort – und damit beizutragen, dass nicht noch mehr Menschen heimatlos werden,“ so Hack.  Am 28. Mai wird Hack sein Lager um 11 Uhr in Dresden vor dem Japanischen Palais und am 29. Mai, ebenfalls ab 11 Uhr, im Innenhof des Dresdener Residenzschlosses auf Einladung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden aufschlagen.