Hermann Josef Hack

Aktuelles

Klimaflüchtlingsbaum in Köln


Im Schatten des Kölner Domes erobern die Flüchtlingszelte die Platane auf dem Wallraffplatz


Treffpunkt vieler Köln-Besucher/innen: der Wallraffplatz vor dem WDR-Funkhaus. Mitten drin die Flüchtlingszelte.


Gleich am Anfang der Hohe Straße, Kölns Einkaufsmeile, werden die Passanten von Flüchtlingszelten empfangen.


Nahaufnahme: das Camp überzieht den Baum bis in die oberen Äste

Am 12. April 2011, am Vorabend der Kölner Kunstmesse ART Cologne, installiert Hack mehrere Miniatur-Flüchtlingszelte in der großen Platane auf dem Wallraffplatz in Köln, einem sehr frequentierten Platz zwischen dem Dom und der Hohe Straße, Deutschlands meist besuchter Einkaufsstraße. Mit seiner Intervention im urbanen Raum, die er den Flüchtlingen auf Lampeduse widmet, weist Hack auf die menschenunwürdigen Szenen hin, die momentan von den europäischen Innenministern gegeben werden, wenn es darum geht, den auf der italienischen Insel Lampedusa angelandeten afrikanischen Flüchtlingen zu helfen. Es wird vielmehr darum gefeilscht, welches Land wieviele Flüchtlinge aufzunehmen hat. Niemand möchte die Menschen bei sich aufnehmen. "Was wird erst passieren, wenn demnächst aufgrund der Folgen der Klimakatastrophe Millionen von Menschen an Europas Türen klopfen? Wird man sie an der Grenze als feindliche Eindringlinge bekämpfen, gar erschießen? Oder wird man einsehen, dass wir, die wir ihre Heimat zerstört haben, für unser egoistisches Leben auf Kosten der Natur jetzt aufkommen, d.h. den Heimatvertriebenen Obdach und eine Lebensgrundlage bieten müssen?", fragt Hack.

Besonderer Dank an Aischa-Lina und Irma Midori Bo