Hermann Josef Hack

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Mit Aktionen auf dem Bonner Münsterplatz und dem ICE-Bahnhof Siegburg erklärt Hack den 20. Juni zum Welttag des Klimaflüchtlings


Mit Wimpeln wie diesem wird der Fllüchtlingsbaum in Siegburg auf die wachsende Zahl von klimabedingten Heimatvertriebenen hinweisen.


Auch die diesjährige documenta nutzt Hack, um auf die Misere der Klimaflüchtlinge hinzuweisen.


Hermann Josef Hack, Skizze Flüchtlingsbaum, Mischtechnik auf Zeltplane, 2012

 Im Sinne der Stärkung von Solidarität und des grenzübergreifenden Austausches beschloss die UN-Generalversammlung am 4. Dezember 2000, ab dem Jahr 2001 den 20. Juni zum Welttag des Flüchtlings auszurufen. Es war auch der 50. Jahrestag der Refugee Convention des Jahres 1951.

Dies nimmt der Künstler Hermann Josef Hack zum Anlass, auf die rapide anwachsende Zahl von Klimaflüchtlingen hinzuweisen, die laut UN-Schätzungen auf 250 Millionen bis Mitte des Jahrhunderts steigen wird. Hack erklärt den 20. Juni zum TAG DES KLIMAFLÜCHTLINGS.

Gemeinsam mit dem Bündnis der deutschen Hilfsorganisationen "Aktion Deutschland Hilft e.V." www.aktion-deutschland-hilft.de  und dem Verein "Junges Forum Kunst" www.jungesforumkunst.de  in Siegburg wird Hack zwei Aktionen durchführen: Am 20. Juni um 10 Uhr wird Hack sein World Climate Refugee Camp, ein Zeltlager im Miniaturformat aus ca. 1000 von ihm selbst gefertigten und bemalten Zelten auf dem Münsterplatz in Bonn errichten lassen. Hacks Antrag, das Camp auf dem Museumsplatz zwischen Bundeskunsthalle und Kunstmuseum Bonn zu errichten, wurde trotz Unterstützung der Stadt Bonn vom Geschäftsführer der Kunst- und Ausstellungshalle Dr. Robert Fleck mit der Begründung abgelehnt, dass am selben Tag eine Eröffnung stattfinde. Möchte Dr. Fleck seinen Premierenbesuchern den Anblick eines Miniaturflüchtlingslagers nicht zumuten? Hacks Flüchtlingszelte wurden erstmals als unerwünscht abgelehnt. Siehe hierzu gesonderte Meldung.

Die Zelte hatte Hack bereits in zahlreichen europäischen Hauptstädten aufgestellt, ein Teil des Camps ist aktuell mit der international besetzten Ausstellung "Zur Nachahmung empfohlen - Examples to follow" vom Modern Art Museum in Addis Abeba nach Peking auf Welttournee www.z-n-e.de.

Als persönlichen Beitrag zur Klimaflüchtlingshilfe hat Hack 50 Zeltskulpturen gestiftet, welche gegen eine Spende über 300 Euro von Aktion Deutschland Hilft e.V. in Original-Fllüchtlingszelte und ein Ernährungspaket für eine Familie direkt umgesetzt werden. So wird aus einem künstlerischen Zeltobjekt  ein reales Zelt für eine Flüchtlingsfamilie.

Außerdem lässt Hack in seiner Heimatstadt Siegburg ein neues Projekt realisieren. Erstmals wird Hacks Flüchtlingsbaum mit verschiedenen von ihm gefertigten Wimpeln installiert. Das Kunstwerk wird vom Verein Junges Forum Kunst e.V. am 19. Juni um 11:30 Uhr auf dem Europaplatz, vor dem Haupteingang zum ICE-Bahnhof, der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Installation wird mit Hilfe der Siegburger Feuerwehr am Montag, 18. Juni, ab 10 Uhr, ausgeführt. "Die Klimakatastrophe, deren Auswirkungen die Ärmsten und Schwächsten auf der Erde als Erste zu spüren bekommen, macht heute schon Millionen von Menschen zu Heimatvertriebenen. Wenn es uns Menschen in den wohlhabenden Regionen der Erde nicht gelingt, den Klimawandel aufzuhalten, sind wir dafür verantwortlich, dass die Zahl der Flüchtlinge explodiert.", so Hack, "Die beste Hilfe ist, den Menschen in den vom Klimawandel unmittelbar bedrohten Regionen ihre Lebensgrundlage zu erhalten und diese nicht aus Habgier und Profitsucht noch weiter zu zerstören. Deshalb erkläre ich den 20. Juni zum TAG DES KLIMAFLÜCHTLINGS".