Hermann Josef Hack

Aktuelles

Hack in Leipzig für Gerechtigkeit im Klimaschutz

KOPENHAGEN WAAGEN - Kunstaktion zur UN-Klimakonferenz von Hermann Josef Hack

Zeit: 12.12.2009; 14.00 Uhr bis 15.00 Uhr Ort: Leipzig, Burgplatz

 

Am Samstag, 12.12.2009, wird der Künstler Hermann Josef Hack in der Zeit von 14 bis 15 Uhr mit Passanten und Freunden der brasilianischen Landlosenbewegung einen Kreis aus bis zu 1.000 Wasserwaagen bilden. Das Symbol für die notwendige Balance zwischen Nord und Süd, Arm und Reich bei den UN-Klimaverhandlungen soll wenigstens für kurze Zeit auf dem Leipziger Burgplatz entstehen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner Leipzigs sind eingeladen, Wasserwaagen mitzubringen. Für fast tausend Akteure hat der Künstler Wasserwaagen bereitgestellt. Indem jede Person ihre Waage vor sich hält und dabei versucht, mit den Nachbarn einen Kreis auf gleicher Höhe zu bilden, entsteht ein Signal nach Kopenhagen, wo bis zum 18.12. die Delegierten des Weltklimagipfels darüber entscheiden, ob die ärmsten Völker in ihren Bemühungen um Klimaschutz gerecht behandelt werden.

Hack, der mit seinem Klimaflüchtlingslager bereits am 16. Mai dieses Jahres auf dem Leipziger Markt für die Anliegen der Opfer des Klimawandels eintrat, hofft: "Schon aus Eigennutz müssen wir Gerechtigkeit im Klimaschutz wagen, wir können uns nicht von den Interessen unserer Nachbarn auf der Südhalbkugel abkoppeln. Durch meine Aktion kann jeder herausfinden, wie es sich anfühlt, wenigstens für kurze Zeit mit anderen in der Balance zu sein. Dass es nicht bei diesem Symbol bleibt, muss in Kopenhagen eingefordert werden!"

Veranstaltet wird die Aktion mit Hack von den Freunden der brasilianischen Landlosenbewegung MST. Die Aktion auf dem Burgplatz stellt einen der Höhepunkte des gleichzeitig stattfindenden Jahrestreffens dar. Diese internationale Tagung findet vom 09.12. bis 13.12.2009 in Leipzig statt und beschäftigt sich mit der Agrarfrage in Brasilien im Kontext des Klimawandels. Die größte soziale Bewegung weltweit, die Movimento dos Sem Terra (MST), kämpft dort seit 25 Jahren für die Rechte der armen Landbevölkerung.