Hermann Josef Hack

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Hack errichtet Klimaflüchtlingslager vor dem Kölner Dom



Am Samstag, 4. Juni 201,1 in der Zeit von 10 bis 15 Uh,r wird Hermann Josef Hack auf der Domplatte in Köln sein World Climate Refugee Camp aus ca. 1000 Miniaturflüchtlingszelten aufbauen. Hack unterstützt mit der Aktion die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland. Zu dieser Intervention sind alle herzlich eingeladen.

 Anlässlich der UN Klimaverhandlungen in Bonn, welche vom 06.06.-17.06. in Vorbereitung des diesjährigen Klimagipfels in Durban stattfinden, fordert  FIAN Deutschland von den Vertreter/innen der Bundesregierung, sich während der laufenden Verhandlungen über die Zukunft des Klimaregimes für eine Ausgestaltung von Klimaschutzmaßnahmen im Einklang mit den Menschenrechten einzusetzen.

Klimapolitik darf nicht zur Verletzung von Menschenrechten führen. Im Vorfeld der Gespräche in Bonn, wo es unter anderem um die Ausgestaltung des neuen Klimafonds gehen wird, sollen die Kölner Passanten auf die Zusammenhänge zwischen Klimawandel, Klimapolitik und Klimaflüchtlingen aufmerksam gemacht werden. „Es kann nicht sein, dass Menschen, die aufgrund der Klimakatastrophe und Menschenrechtsverletzungen im Rahmen von sogenannten Klimaschutzprojekten ihre Existenzgrundlage verloren haben, an Europas Grenzen wie feindliche Eindringlinge abgewehrt werden“, kommentiert Hack die Aktion vor dem Kölner Dom, "oder einfach gesagt: Wir dürfen nicht auf Kosten des Lebens und der Gesundheit anderer unseren Klimaschutz betreiben und denen, die als Folge davon heimatlos werden, an unseren Grenzen den Gewehrlauf ins Gesicht halten!"

FIAN fordert mit der Kampagne „Klimaschutz ist Menschenrecht“, an welcher sich in den vergangenen Monaten viele entwicklungs- und umweltpolitische Organisationen sowie zahlreiche Einzelpersonen beteiligt haben, dass sich die deutschen Vertreter im Transitional Committee, welches die Details des Klimafonds ausarbeiten soll, für die Verankerung strikter Menschenrechtsklauseln für die Maßnahmen einsetzen, die in Zukunft durch den Klimafonds finanziert werden sollen. „In den Verhandlungen in Bonn kommt es jetzt darauf an, den Boden für die Konferenz Ende des Jahres in Durban zu bereiten und den Klimaschutz auf internationaler Ebene in Einklang mit international anerkannten Menschenrechtspakten, wie z. B. dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte, zu bringen“, erklärt Anton Pieper, Klima-Referent bei FIAN Deutschland. Dabei könnte der Klimafond eine zentrale Rolle spielen. „Die Anpassungsbedürfnisse der besonders betroffenen Länder könnten berücksichtigt und Investitionen für eine Transformation in Richtung kohlenstoffarmer und klimafreundlicher Entwicklung in Entwicklungsländern angestoßen werden“, führt Pieper aus. „Gerade vor dem Hintergrund, dass der Mobilisierung des Privatsektors als Investor insbesondere in Klimaschutzmaßnahmen eine wichtige Rolle beigemessen wird, ist es unabdingbar, international anerkannte menschenrechtliche Kriterien von Anfang an in die Ausgestaltung des Klimafonds mit einzubeziehen“, so Pieper. Menschenrechtsverletzungen sind immer wieder Folge von Klimaschutzmaßnahmen, z. B im Rahmen des Clean Development Mechanism, bei welchem es versäumt wurde, verbindliche Menschenrechtsklauseln in das Regelwerk zu integrieren. Die aktuellen Entwicklungen eines Falles im Bajo Aguan in Honduras, wo zwischen Januar 2010 und Mai 2011 27 Bauern gewaltsam zu Tode kamen, unterstreichen die Dringlichkeit der Forderung nach menschenrechtlichen Kriterien beim Klimaschutz. Im Rahmen von durch den Klimafonds finanzierten Maßnahmen darf es nicht zu Menschenrechtsverletzungen kommen. Weitere Informationen: www.klimaschutz-ist-menschenrecht.de, www.fian.de Kontakt: Anton Pieper, Klima-Referent FIAN Deutschland +49-(0)176-96822859, a.pieper(at)fian.de