Hermann Josef Hack

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Hack erklärt Nationaltheater Weimar zum Klimaflüchtlingslager

„Brot für die Welt“ zeigt Klimaflüchtlingslager in Weimar

Künstler Hermann Josef Hack will mit seiner Aktion zum Nachdenken anregen

Stuttgart, 5. September 2008. Die Folgen des Klimawandels treffen die Ärmsten am härtesten. Zunehmende Überflutungen, Bodenversalzungen und Dürren entziehen Menschen ihre Lebensgrundlage. Im Extremfall werden die Opfer dieser Klimafolgen heimatlos. Der Künstler Hermann Josef Hack und „Brot für die Welt“ wollen dieses Thema gemeinsam in die Öffentlichkeit tragen. Am 19. September 2008 wird Hack das Nationaltheater in Weimar zum „Klimaflüchtlingslager“ erklären und ein Camp mit über 300 Zelten auf dem Theaterplatz errichten.

Mit seinen Kunstaktionen fordert Hack die Menschen zum Nachdenken auf. Der Künstler macht dabei deutlich, dass jeder Verantwortung übernehmen muss. So rief Hack 1995 bei der Aktion „Global Switch“ in Berlin die Bevölkerung auf, für 5 Minuten das Licht auszuschalten. 2004 baute er beim Projekt „Global Balance“ Skulpturen aus 1.000 Wasserwaagen. Seit 2007 errichtet der Künstler „Klimaflüchtlingslager“. So hat er bereits den Reichstag in Berlin zum Klimaflüchtlingslager erklärt und ein Camp aus Miniatur-Zelten vor dem UN-Klimasekretariat, dem UNHCR-Flüchtlingskommissar und anderen öffentlichen Stellen aufgebaut.

„Brot für die Welt“ unterstützt diese Aktion, um gemeinsam mit Hack ein Zeichen für Klimagerechtigkeit zu setzen. Die Hilfsaktion der evangelischen Kirchen setzt sich weltweit in Projekten dafür ein, die Ärmsten bei der Anpassung an die Klimaveränderungen zu unterstützen, Ernährungssicherung zu ermöglichen und so die Folgen des Klimawandels für die besonders verwundbaren Bevölkerungsgruppen abzufedern.

Doch nicht nur in den stark gefährdeten Regionen besteht Handlungsbedarf. Auch in Deutschland ist ein entscheidender Kurswechsel erforderlich: Nur so kann das internationale Ziel, eine Erhöhung der Durchschnittstemperatur um mehr als 2 °C zu verhindern, erreicht werden. Hack will mit seiner Aktion auch einen Beitrag leisten, um auf die neue Studie „Zukunftsfähiges Deutschland in einer globalisierten Welt“ aufmerksam zu machen. Die Studie zeigt auf, was in Deutschland getan werden kann, um die Folgen des Klimawandels in einem kontrollierbaren Ausmaß zu halten. „Zukunftsfähiges Deutschland“ wurde von „Brot für die Welt“, dem Evangelischen Entwicklungsdienst EED und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland BUND ins Leben gerufen. Das Projekt wird offiziell Mitte Oktober in Berlin vorgestellt.

Für Journalisten besteht am 19. September ab 10 Uhr die Möglichkeit, während des Aufbaus des „Flüchtlingslagers“ zu fotografieren und zu filmen. Um 11 Uhr findet ein Pressetermin statt, danach findet bis 15 Uhr die Kunstaktion statt. Für Rückfragen: Johannes Küstner, Brot für die Welt, Tel. 0711/2159-118